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14.04.13: Hansjockenmühle-Wanderung (Freiamt, Mittlerer Schwarzwald) 

Treffpunkt Gasthaus Sonne. Das nahm diese wörtlich und stellte sich mit ein und sorgte für wohlige 22 Grad Wärme. Unter diesen hervorragenden Bedingungen startet die Straußenclique mit 31 Personen und einer älteren Hundedame in Richtung Dorfmitte um dann ins Muckenloch abzusteigen. Noch zaghaft zeigen sich im Wald die ersten Buschwindröschen, lustige Bächlein begleiten den Weg zu der sehr schön wieder restaurierten Hansjockenmühle, die in einer Waldlichtung ihren verwunschenen Platz hat. Über einen Bach führt eine Brücke weiter zur Hammerschmiede. Mächtige Baumstämme liegen quer übers Wasser daneben, stark bemoost und mit Baumpilzen bewachsen. Urwald. Leider wird in der Hammerschmiede nicht mehr bewirtet, deshalb lassen wir sie links unter uns liegen und laufen weiter Richtung Goldbrunnen ein Stück durchs Bleichtal. aufwärts. Dieses ist heute ein Eldorado für Motorradfahrer. Wir gehen gerne weiter und finden über grüne Auen durch die die im Sonnenlicht glitzernde Bleiche fließt hin zur unteren Rostmühle. Dort begrüßen uns sechs Laufenten, eine davon ist sogar weiß. Aufstieg - Walderlebnispfad Rollberg. Dort kommt Lust zum Geräteturnen auf, aber nicht lange. Das ging doch schon mal besser. Bald tauchen die ersten Häuser von Ottoschwanden auf und gleich auch unser Abschlusslokal Heidhof. Leckere Salate und kühle Getränke sind jetzt genau das Richtige, denn es war uns nach diesen vier Stunden gut warm geworden. Schee war´s, ham´s gmoint. 

Bilder von Thomas:

 

 

21.04.13: Botanische Wanderung im südlichen Elsass

Zu unserer botanischen Frühlingswanderung im Elsass trafen sich 7 botanisch interessierte Mitwanderinnen und unser Wanderführer, der somit an diesem Tag wieder „Hahn im Korb“ war. Nach einer zügigen Autofahrt von Wolfenweiler über Breisach erreichten wir das idyllische Weindorf Westhalten bei Rouffach. Im Vallée Noble werden nicht nur die besten Weine im ganzen Elsass angebaut, dieses Gebiet ist auch für den immensen Reichtum an seltenen Pflanzen bekannt. Die letzten Jahre haben wir beinahe jährlich eine Orchideenwanderung in dieser südländisch wirkenden Landschaft angeboten, diesmal wollten wir „zur Abwechslung“ die reichhaltige Frühlingsflora erkunden. Von der Ortsmitte in Westhalten folgten wir nach dem obligatorischen Gruppenfoto Richtung Zinnkoepfle, Anfangs folgten wir dem markierten Wanderweg, hier entdeckten wir zahlreiche Exemplare der Weinbergs-Traubenhyazinte (http://de.wikipedia.org/wiki/Weinbergs-Traubenhyazinthe), später liefen wir den kürzesten Weg durch die Reben bis zum „Einstieg“ vom Aufstiegsweg zum Zinnköpfle. Nun liefen wir einen schönen Weg durch einen lichten Trockenwald mit dem ersten Frühlingslaub. An der Hangkante fanden wir die Gemeine Kugelblume (http://www.pflanzenfreunde.com/heilpflanzen/kugelblume.htm). Auf dem geräumigen Plateau vom Zinnköpfle entdeckten wir zahlreiche Küchenschellen (http://de.wikipedia.org/wiki/Gewöhnliche_Kuhschelle), leider waren die meisten Blüten aufgrund der trüben Witterung verschlossen. Nach einer abwechslungsreichen Strecke (Anfangs durch lichtes Gebüsch im Wechsel mit trockenen Wiesen, dann durch lichten Wald und ganz zum Schluss Weinberge) erreichten wir den gemütlichen Rastplatz unterhalb vom Strangenberg. Hier machten wir unsere Mittagspause und bewunderten in unmittelbare Nähe eine Wiese voller Schlüsselblumen. Der Weiterweg führte uns über den aussichtsreiche Höhenrücken. Für den Abstieg nahmen wir nicht den regulären Wanderweg, sondern folgten einem schmalen und gut erkennbaren Pfad bis zum Ende des Strangenberges, der uns hinunter bis an den Ortsrand von Westhalten führte. Nun liefen wir über den Ortskern auf den Bollenberg, der auf der anderen Talseite liegt. Dieses Gebiet ist noch trockener als Zinnkoepfle und Strangenberg und wirkt wie eine Steppenlandschaft in Osteuropa. Hier fanden wir Prachtexemplare der Küchenschelle, welche mehrfach von uns fotografiert wurden Bei der Kapelle „Sainte-Croix“ erreichten wir den Wendepunkt unserer heutigen Tour. Ganz zur Verwunderung unseres Wanderführers wollten nur 2 Personen einen Sekt trinken, so blieb diesmal die Flasche verschlossen - Ein Novum bei den Wanderungen von Jochen. Dafür trinkt er ein Gläschen Sekt beim Schreiben dieses Berichtes ;-) Von der Kapelle liefen wir zur Auberge Bollenberg und von dort auf direktem Wege zurück zum Ausgangspunkt Ortsmitte Westhalten. 

Wer gedacht hatte, dass der heutige (Wander)Tag beendet war, wurde eines besseren belehrt: Wir fuhren von Westhalten bis Heiteren bei Neuf-Brisach. Ganz in der Nähe dieser Ortschaft liegt der Hardtwald, der eine absolute botanische Rarität beherbergt: Das Frühilings-Adonisröschen (http://dreisamtal-online.eu/pflanzen/blumen/adonisroeschen/artikel_index.html?leer.html&artikel.html&leer.html), Hierbei handelt es sich um die einzigen Vorkommen in unserer Region, die nächsten Fundstellen von Adonis vernalis befinden sich im Wallis (Rhônetal) und bei Mainz. Von der Ortsmitte in Heiteren folgten wir der Rue du Château d'Eau und stellten unsere PKWs direkt am Waldrand ab. Bereits nach wenigen Metern wurden wir von einem Ehepaar aus Mulhouse angesprochen. Sie suchten schon seit 2 Jahren das Frühlings-Adonisröschen in diesem Waldgebiet und hatten bisher noch keinen Erfolg. Wir nahmen sie natürlich gerne mit und machten uns mit geeinten Kräften an die Suche. Wir folgten „einfach“ für ca. 1 Kilometer dem breiten Weg in den Wald hinein und bogen dann linkerhand auf einen Trampelpfad, der uns noch wenigen Metern zu einer Waldlichtung führte - Und tatsächlich, hier fanden wir das Frühlings-Adonisröschen. Unter folgendem Link befindet sich eine gute Lageskizze. Nach einer freundlichen Verabschiedung von dem Pärchen aus Mulhouse fuhren wir nach Breisach zur Schlusseinkehr. In der Bahnhofsgaststätte fand bei leckerer Hausmannskost ein schöner Tag sein Ende.

 

 

21.04.13: Blütenwanderung im Markgräflerland 

Es war wirklich nicht ein Frühlingstag wie er im Bilderbuch steht und auch die Kirschbäume standen nicht in voller Blüte wie wir es uns erhofft hatten. Trotzdem machten sich 24 gut gelaunte Straußis auf den Weg um die wenigen blühenden Bäume zu bewundern, welche schon ihr weißes Kleid zeigten. Auf unserer Tour konnten wir viele blühende Frühlingsboten entdecken, wie z.B. Schlüsselblümchen, Veilchen, Buschwindröschen und viele mehr. Die Wanderung begann in Müllheim-Feldberg und verlief leicht ansteigend hinauf zum Pfilbuck und wieder hinab nach Obereggenen. Von Obereggenen gings in Richtung Sankt Johannesbreitehof wo wir eine kurze Rast machten. Danach überquerten wir die Straße nach Kandern um steil ansteigend zum Schloss Bürgeln zu kommen. Von dort oben hatten wir leider nicht den gewohnten Weitblick, weil das trübe Wetter einfach nicht aufhellen wollte. Einige Leute gönnten sich einen schnellen Stehkaffee, weil die Schloss-Stube wegen einer Familienfeier ausgebucht war und das kühle Wetter es nicht zuließ sich auf der Terrasse gemütlich hinzusetzen. Nach einer längeren Rucksackpause im Schloss-Rosengarten machten wir uns wieder auf den Weg hinunter zum Grillplatz Sandboden. Auf dem B-Weg verlief unsere Tour dann über die Finsterholzstrasse wieder in Richtung Feldberg. Die Buchen trugen teilweise ihr frisches Grün und aus dem Wäldchen kommend, hatten wir wieder einen schönen Blick über die Kirschbaumwiesen und die Orte Obereggenen und Feldberg. In Feldberg waren einige Blütenhocks und so machten wir eine Kaffeepause mit sehr leckerem Kuchen. Wer wollte, stärkte sich bei einer heißen Wurst und einer Weißweinschorle. Auch die Temperaturen wurden gegen Mittag etwas milder und sogar die Sonne kam für kurze Augenblicke heraus um uns zu zeigen, dass wir die Hoffnung auf wieder wärmere Tage nicht aufgeben dürfen. Auf unserem Rückweg strahlte uns dann doch noch ein in voller Blüte stehender Kirschbaum an, den wir sogleich für ein buntes Gruppenfoto benutzten. 

Bilder von Erich (inklusive den Bildern von der Vorwanderung bei Sonnenschein!):

 

 

21.04.13: Rundwanderung in den mittleren Vogesen 

Zur angekündigten Rundwanderung in den mittleren Vogesen haben sich 18 Leute getroffen. Ausgangspunkt der Tour war der zwischen Mollkirch und Grendelbruch liegende kleine Weiler “Fischhütte”. Nach ungefähr 4 km erreichten wir den 570 Meter hohen Purpurkopf dessen Gipfel den Kelten als Kultplatz diente. Ein Mitwanderer erklärte uns aus welchen Beweggründen die Kelten diesen Platz aus Kultplatz gewählt haben. Von diesem Gipfel hatten wir  eine gute Sicht auf unser späteres Ziel dem Château du Guirbaden. Auf dem weiteren Weg ging es nahezu eben bis zur bis zur  tief im Mageltal liegenden Ortschaft Grendelbruch. Nach einem kleinen Anstieg erreichten wir die an eine Felswand gebaute Chapelle Ste-Catherine. Nun ging es noch ca. 1 Stunde bis zur Valenstinskappelle die schon innerhalb der Festungsmauern des Château du Guirbaden steht. An dieser Stelle erzählte ein  weiterer Mitwanderer  einiges über die Geschichte der Kapelle und der einst größten Burganlage  “Château du Guirbaden”. Nach einem Rundgang durch die Burganlage ging es wieder bergab zum Ausgangspunkt.

Bilder von Hubert: https://plus.google.com/photos/114488366491269601700/albums/5880549925880854929?authkey=CNij0pWympvBJw

 

 

27.04.13: Wanderung bei Karlsruhe 

Zu unserer ersten Wanderung mit dem Baden-Württemberg-Ticket trafen sich in Karlsruhe am Hauptbahnhof bei wechselhaftem Wetter immerhin noch 11 unentwegte Mitwanderer. Diese hatten zum Teil eine mehrstündige Anreise hinter sich und kamen aus Weil am Rhein, Konstanz, Stuttgart, aus der Ortenau sowie aus dem Raum Freiburg. Nach einer kurzen Begrüßung fuhren wir mit der S-Bahn noch 15 Minuten weiter ins nördlich von Karlruhe gelegene Untergrombach, von wo aus unsere Wanderung durch den Kraichgau starten sollte. Zunächst führte uns ein steiler Pfad auf alter Pilgerroute auf den Michaelsberg und zur Michaelskapelle, wo wir einen ersten Ausblick auf die Rheinebene von Bruchsal bis Karlsruhe genießen konnten. Auf abwechslungsreicher Strecke durch eine vielfältige Kulturlandschaft mit Streuobstwiesen durchquerten wir ein erstes Seitental und gelangten durch einen erfrischend grünen Buchenwald zur Hubertushütte, wo wir sehr romantisch unseren Bruch zu uns nahmen. Wie von unserem Wanderführer prognostiziert wurde der Himmel zunehmend heller und die Sonne konnte sogar kurzzeitig durch die Wolken blinzeln. Durch die liebliche Landschaft des Kraichgaus, die uns mit ihren Zypressen und Landgütern sehr an die Toskana erinnerte, liefen wir - herrliche Ausblicke genießend - weiter bis in das Dorf Weingarten. Auf dem dort gerade in einer Turnhalle stattfindenden Flohmarkt wurden wir sehr freundlich von den Organisatoren auf Kuchen und Kaffee eingeladen und konnten die herzliche Gastfreundschaft genießen. Im weiteren Verlauf unserer Tour durch sanft geschwungene Hügellandschaften, hübsch dekoriert durch Rapsfelder und die unverwechselbare Busch- und Heckenlandschaft, überraschte uns der Chef der Straußenclique mit einem kleinen Umtrunk in freier Natur. Im mittelalterlichen Grötzingen mit seiner herrlichen Fachwerkarchitektur überschritten wir die Pfinz im Pfinztal und erreichten damit den Nordschwarzwald. Nach einem kurzen Schlussanstieg, der allen Teilnehmern sichtlich Freude bereitete, war schließlich das Ziel unserer Wanderung erreicht: der Turmberg hoch über Durlach mit Weitblick über die Fächerstadt Karlsruhe. Die Standseilbahn brachte uns zurück nach Durlach, von wo aus wir mit der Straßenbahn zurück in die Innenstadt von Karlsruhe fuhren. Hier erwartete uns nun der Programmhöhepunkt des Tages: die Schlusseinkehr im Badischen Brauhaus mit seinem sehr bekömmlichen Hausbier und großen Fleischportionen. Am Nebentisch nahmen derweil sogar Doppelgänger von Will Smith, Queen Elizabeth und Paris Hilton Platz und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Mit vielen tollen Eindrucken traten wir alle gemeinsam die Heimreise mit der Bahn an.

Track in googlemap von Hubert: http://goo.gl/maps/CkfIa

Bilder von Jochen:

 

 

28.04.13: Wanderung im Südschwarzwald - Auf den Knöfplesbrunnen 

Wieder einmal war das Wetter nicht berauschend weshalb kurzfristig auch einige Abmeldungen für diese Wanderung erfolgten. So trafen sich 13 hart gesottene Wanderer, angezogen wie im tiefsten Winter, zu unserer Knöpflesbrunnentour. Die Anfahrt nach Wieden erfolgte bereits im dicken Nebel. Doch nach und nach lichtete es sich ein wenig und man konnte unterwegs auch erkennen, dass es am Samstag dort oben etwas geschneit hatte. Im Schatten des Belchen schmiegt sich in eine Mulde des Wiedenbaches das Örtchen Wieden. Umgeben von steilen Bergwiesen  bildet es den idealen Ausgangspunkt für Wanderungen auf den Belchen oder zum weniger bekannten Knöpflesbrunnen. Man sagt, dass ein Hirte so geheißen hat, der seine Viehherde immer an diesen Brunnen dort oben zum tränken führte. Unser Anstieg führte uns über aussichtsreiche Bergwiesen hinauf auf den Bergrücken, der auf der anderen Seite ins Grosse Wiesental abfällt. Der Knöpflesbrunnen ist eine wenig spektakuläre Erhebung, bietet aber aufgrund seiner vorgeschobenen Lage einen herrlichen Blick ins Wiesental. In der Almgaststätte Knöpflesbrunnen gönnten wir uns bei leckeren Kuchen und einem deftigen Erbseneintopf mit Wurst eine Aufwärmpause. Der urige Kachelofen war angefeuert und so konnte man sich schön den Rücken wärmen. Den gewohnten Weitblick von dort oben zur Hohen Möhr und ins Berner Oberland konnte man nicht genießen aber immerhin kam auf der gesamten Wanderung nicht ein einziger Regentropfen runter. Alle Leute waren gut gelaunt und die Luft war herrlich. Pünktlich, bevor der Nebel uns wieder versuchte einzuhüllen, waren wir am Ausgangspunkt in Wieden angekommen. Hauptsache draußen an der frischen Luft, gute Laune und wie sagt man so schön, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!

Bilder von Erich: