07.02.16: Rund-Wanderung bei Schweighausen (Ortenau, mittlerer Schwarzwald)

Trotz der vielen Fasnachtsveranstaltungen haben sich 12 Teilnehmer zu der Wanderung am Treffpunkt eingefunden. Die Tour führte zuerst über den Kandelhöhenweg zur Zwischeneinkehr im gut eingerichteten Wanderheim Kreuzmoos. Anschließend ging es über den Hockenbühl nach Waldshut einer zu Brettental gehörende Liegenschaft. Von hier ging es hinauf zum Hünersedelturm. Leider war, als wir dort ankamen eine sehr schlechte Sicht und ein Aufstieg auf den Turm lohnte sich nicht. Nach einer kleinen Pause ging es wieder über den Kandelhöhenweg zum Ausgangspunkt. Schlusseinkehr war im Gasthaus Krone in Schweighausen, die ein sehr reichhaltiges Angebot hatten.

 

 

21.02.16: Schneeschuhtour Chasseral (Berner Jura)

Eigentlich war an diesem Wochenende eine Zweitagestour mit Übernachtung im Chasseral-Hotel geplant. Leider war auch das 3. Wochenende im Februar wettermäßig sehr durchwachsen – Für Samstag waren starke Schneefälle und Wind prognostiziert, für Sonntag dafür strahlender Sonnenschein. So entschieden wir uns kurzfristig für eine sonntägliche Tagestour auf den höchsten Gipfel im Berner Jura. Nach einer reinen Fahrzeit von knappen 2 Stunden kamen 6 Personen im beschaulichen Juradorf Nods (885 m) an. Vom großen Parkplatz in der Ortsmitte liefen wir Richtung Mét de Prêles. Der Weg dorthin hatte nur eine geringe Steigung und führte mal entlang einer Langlaufloipe, dann wieder mal entlang eines schneebedeckten Wanderweges. Die ca. 7-8 Km lange Strecke kam uns etwas monoton vor, erst gegen Ende setzte sich immer mehr die Sonne durch und sorgte für eine reizvolle Winterlandschaft. Von der Mét de Prêles (1134 m) liefen wir leicht bergan und erreichten auf einer Höhe von ca. 1293 Metern den Chasseralkamm. Pünktlich um 12:00 Uhr erreichten wir schließlich ein kleines Almgebäude, wo sich eine ideale Gelegenheit für unsere Mittagspause anbot. Die Sonne setzte sich immer mehr durch und an den waldfreien Stellen hatten wir eine imposante Alpensicht, die von Meter zu Meter immer besser wurde. Der Höhenrücken zog sich ganz schön in die Länge, irgendwann tauchte der 120 Meter hohe Turm der Sendestation auf. Doch der Schein trügte – Der Weg dorthin war noch weit und zusätzlich wurden wir nach Erreichen der Baumgrenze von einem eisigkalten und sehr starken Wind empfangen. Doch nach ca. 2 Stunden „Kammwandern“ erreichten wir schließlich das Triangulationsdreieck am Gipfel (1607 m), welches den höchsten Punkt am Chasseral markiert. Aufgrund des eisigen Windes liefen wir relativ zügig zum nahegelegenen Hotel (1548 m). Hier fanden wir einen windgeschützten Platz in sehr aussichtsreicher Lage und genossen dieses Traumpanorama, welches von der Zentralschweiz bis zum Mont Blanc reichte. Zur Feier des Tages spendierte uns der Organisator einen leckeren Wein der WG Wolfenweiler. Anschließend genehmigten wir uns einen Kaffee und Kuchen im Restaurant, wo wir uns wieder etwas aufwärmen konnten. Das intensive Licht der Nachmittagssonne sorgte für eine immer bessere Fernsicht: Nicht nur die Alpen waren zum Greifen nahe, sehr imposant war auch der Tiefblick zum Neuenburger See. Nach ca. einem Kilometer erreichten wir den Chasseral Ouest (1552 m), bekannt auch als Kantonshöhepunkt vom Kanton Neuchâtel. Danach querten wir unterhalb vom Hotel direkt zum Wanderweg Richtung Nods. Ein Großteil des Abstieges verlief entlang der Waldschneise einer ehemaligen Skipiste, so dass wir in relativ kurzer Zeit viele Höhenmeter vernichteten. Oberhalb von Nods (885 m) hatten wir nochmals ein Traumpanorama zu den Berner Alpen.

Die heutige Schneeschuhtour war technisch relativ einfach, allerdings legten wir eine Wegstrecke von ca. 20 Kilometern bei etwa 1000 Höhenmetern zurück.

Die Heimfahrt verlief reibungslos und war sehr kurzweilig – Ein Traumtag verabschiedete sich mit einem imposanten Alpenglühen.

 

 

26.02.15: „Afterwork-Wanderung“ – Zum Ölberg bei Ehrenstetten (Markgräflerland)

Zu unserer ersten Afterwork-Wanderung im neuen Jahr trafen sich 16 Personen bei der Kirche im beschaulichen Winzerdorf Ehrenstetten. Nach einer kurzen Begrüßung der anwesenden „Afterwork-Wanderer“ liefen wir hinter der Kirche die Treppenstufen Richtung Reben hoch, bogen dann rechterhand ab und erreichten den offiziellen Wanderweg Richtung Steinzeithöhlen. Alsbald verlief der Wanderweg als schmaler Pfad durch einen lichten Wald mit den ersten Frühlingsboten, so entdeckten wir das Wald-Bingelkraut und das Kleine Immergrün. Ein Teil der Gruppe stieg zu den bis zu 12.000 Jahre alten Steinzeithöhlen auf, von dort war es dann auch nicht mehr weit bis zum Highlight das heutigen Tages: Am Rande des Ölberges entdeckten wir an einem steilen Waldhang zahlreiche blühende Märzenbecher. Dieser Frühblüher fehlt in fast keinem Garten, wildwachsende Exemplare sind allerdings recht selten und stehen auch unter Naturschutz. Nach einem ausgiebigen Fotostopp liefen wir auf der Nordseite des Ölberges leicht ansteigend bis zur idyllisch gelegenen Ölbergkapelle. Kurz vor diesem Kleinod verließen wir den Wald und hatten trotz der starken Bewölkung eine schöne Fernsicht über das nördliche Markgräflerland. Selbst die spätwinterlichen Temperaturen hielten uns nicht von einer kleinen Pause bei der Ölbergkapelle ab. Mit Einsetzen der Dämmerung erreichten wir nach ca. 3-4 Km Weglänge und einer Wanderzeit von etwa 1 Stunde den Ausgangspunkt bei der Kirche in Ehrenstetten.

Bereits vergangenen Freitag war Ulf bei der Ölbergkapelle unterwegs, hier seine Bilder:

 

 

27.02.16: Sportliche Schneeschuhwanderung auf den Feldberg

Sportliche Schneeschuhtour 27.02.2016: Gipfeltrilogie Südschwarzwald 

Aufgrund des guten Wetterberichts recht spontan geplant, starteten wir in sportlicher Kleingruppe (zur viert) ab St. Wilhelm. Uns stand ein steiler Anstieg zum Gasthaus Stübenwasen bevor, der uns aufgrund des lockeren Schnees forderte. Aber die unberührte Schneedecke und die Sonne entschädigten für die Anstrengungen. Am Gasthaus dann kurze Rast und weiter auf den Stübenwasen, den ersten Gipfel. Alpensicht, Vogesen und Sonne, Sonne, Sonne. Weiter auf den Feldberg, Gipfel Nr. 2, wo der Wind ordentlich pfiff, sodass wir die geplante Rast auf eine geschütztere Stelle verschoben. Vom Feldberg ging es weiter zum Toten Mann, unser dritter und letzter Gipfel. Wir komplettierten die St-Wilhelmer-Tal-Umrundung mit dem Weg zur Erlenbacher Hütte, wo wir in den letzten Sonnenstrahlen ein Getränk genossen.

Fazit: sportliche Tour bei top Bedingungen... so macht Schneeschuhwandern Spaß!

 

 

28.02.16: Enzschleifentour (Vaihingen)

Vom Treffpunkt am Parkplatz der Genossenschaftskellerei in Roßwag (Vaihingen-Enz) machte sich eine Gruppe von 16 Personen bei trockenem, zeitweise sonnigem Wetter auf den Weg und überquerte sogleich auf dem Enzschleifenweg die Enzbrücke Richtung Naturschutzgebiet. Zunächst ging es idyllisch am Waldrand entlang, dann in den Wald bis zur Hörnleshütte und weiter geradeaus in Serpentinen abwärts bis zum Fuchswechsel. Im sanftem Auf und Ab oberhalb der Enz dann zur Weidachhütte, wo wir eine größere Pause einlegten. Danach auf einem Lehrpfad entlang an einem Damm und hinter dem Schloss Mühlhausen aufwärts auf einem wunderschönem Panoramaweg direkt an den Weinbergmauern entlang. Inmitten von Weinbergen auf Muschelkalkboden genossen wir den Blick hinab auf die Enzschleife mit seinen Felsen am Prallhang und Wiesen am Gleithang. Weiter ging es geradeaus bis zu den Weinbergtreppen rechte Hand, auf denen wir hinabstiegen. Immer weiter hinunter auf dem Enzschleifenrundweg erreichten wir schließlich Roßwag. Die landschaftlich reizvolle und flott absolvierte Tour (reine Wanderzeit 4,5 Std. bei 18 km) beendete die sympathische Gruppe in einer Straußenwirtschaft vor Ort.

 

 

28.02.16: Geführte Schneeschuhwanderung im Südschwarzwald

Für unsere Schneeschuhtour trafen sich 33 Leute und ein Hund auf dem Parkplatz bei der Hasenhornbahn in Todtnau. Es verging schon eine gewisse Zeit, bis alle Schuhe angepasst und die richtigen Stöcke (Länge) gefunden waren. Aber es klappte alles wieder wunderbar, Dank sei Dirk und seinem Team, welches sich wieder profimäßig um die Gruppe und die Organisation gekümmert hat.

Jeder nahm jetzt seine Schuhe und Stöcke in die Hand und los gings mit dem Sessellift 500 HM hinauf zum Hasenhorn. Die Fahrt dauerte gute 10 Minuten und auf dem letzten Drittel der Strecke wehte uns ein eiskalter Wind um die Ohren. Oben angekommen gab es nochmals eine kurze Einweisung und einen schönen Ausblick nach Todtnau und Feldberg. Es ging steil hinauf zum Silberberg, aber es war ein toller Schnee und ein schöner Waldweg und alle genossen die frische Luft und für einige das erste Mal, die Schneeschuhe ! Immer wieder entdeckten wir Waldschneisen welche man früher zum Abtransport des Silbers benutzt hatte. Jetzt werden Holzstämme an Seilwinden hinunter ins Tal transportiert. Auf dem Silberberg angekommen, wurden wir tatsächlich von ein paar Sonnenstrahlen empfangen und es war eine herrliche Aussicht und ein Ort zum Verschnaufen. Weiter ging es dann zur Gisibodenhütte welche für unsere Gruppe Plätze reserviert hatte. Nach einer längeren Pause machte sich die erste Gruppe wieder auf die „ Schneeschuhe“ um den  Rückweg nach Todtnau anzutreten. Kurze Zeit danach, brach auch die zweite Gruppe auf. Wir kamen am Bernauer Kreuz mit einer Schutzhütte vorbei und zwei Schifahrer, welche vom Herzogenhorn kamen, kreuzten unseren Weg. An einer Gedenkstätte für den Arzt Dr. Tholus gab es nochmals eine kurze Information. In den 1880er Jahren praktizierte er in Todtnau. Als früherer Schiffsarzt hatte er in Norwegen Schneeschuhe kennen gelernt. Er ließ sich davon ein Paar nach Todtnau schicken. Damit hoffte er, im Winter seine Patienten in den entlegenen Höfen besser erreichen zu können. Und siehe da, beide Gruppen staunten nicht schlecht, als die Schilehrer an dieser Gedenkstätte noch etwas Süßes hervorzauberten. Kurz vor Todtnau, mussten wir jedoch unsere Schuhe abschnallen, weil der Weg sehr matschig und kleine Steinchen zum Vorschein kamen.

Es war ein toller Tag und ein spannendes Erlebnis für die ganze Gruppe. Etwas müde waren alle und nach einem fröhlichen Tschüss sagen, machten wir uns wieder auf den Heimweg.

Und hier noch der Bericht von unserem Schneeschuhguide Dirk:

Los ging es in Todtnau auf 600m Höhe mit der Hasenhornbergbahn. Der Doppelsessellift brachte uns von der Talstation in Todtnau in wenigen Minuten auf den Hasenhorn-Gipfel in 1.065m. Die Liftfahrt war für einige Unerfahrene schon ein luftiger Genuß. Oben angekommen wurden die Schneeschuhe angeschnallt. Ziel war die Gisibodenalm auf 1183m über dem Meer.

Die Gisiboden-Alm liegt südlich des Feldbergs auf der Gemarkung des Todtnauer Ortsteils Geschwend. Inmitten eines großen geschlossenen Waldgebiets wird auf dem Gisiboden eine Jungviehweide betrieben, der eine Gaststätte angegliedert ist.

Nach der Einkehr gab es eine Technikeinlage wie mit Schneeschuhen besonders auch steile Passagen zu bewältigen sind, unter Anleitung von Ingolf Weitz. Danach ging es weiter zum Bernauer Kreuz, einem wichtigen Kreuzungspunkt für Wanderer, Mountainbiker und Skifahrer. Von dort aus ging es die Hinterwaldabfahrt wieder runter nach Todtnau. Auf dem Weg an der Tholusquelle gab es noch einen Ausflug in die Geschichte des Schneeschuhlaufens im Schwarzwald.

Das Schneeschuhlaufen brachte der Schiffsarzt Dr. Tholus in den Schwarzwald: Jahrhundertelang war der Winter im Schwarzwald vor allem eins: hart. Das änderte sich, als 1888 ein "Zugereister", der seit 1887 in Todtnau arbeitende Arzt Dr. Tholus, aus Norwegen ein Paar Schneeschuhe kommen ließ. Dr. Tholus hatte zuvor als Schiffsarzt gearbeitet und die Schneeschuhe in Norwegen kennengelernt. Für Krankenbesuche im winterlichen Schwarzwald schienen sie ihm sehr praktisch. Auch Skier brachte er in den Schwarzwald, die sein Freun Dr. Pilet dann nutze um erstmals den Feldberg mit Skiern zu besteigen.

und hier noch allgemeine Infos zum Schneeschuhlaufen: https://de.wikipedia.org/wiki/Schneeschuh

   
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