28.03. – 11.04.2026: Die Kombitour Berge & Wüste (Marokko)

 

Nach dem Winter endlich wieder die Reisetasche packen, in die Sonne aufbrechen und fern von Zuhause neue Lebenswelten entdecken – allein dieser Gedanke fühlte sich wie Freiheit
an.

Wir starteten in Marrakesch, wo das Leben pulsiert. Der Marktplatz vibrierte vor Geräuschen, Musik und Düften – überall Stimmen, Gewürze, Obstpyramiden, das Aufblitzen von Stoffen und Metall in den Souks. Vorbei an Gauklern und durch enge Gassen wurden wir zu unserem Riad geführt – unsere Unterkunft, eine kleine Oase voller Ruhe. Auf der Dachterrasse mit frischem Minztee in der Hand kehrte Entspannung ein.

Unser Reiseleiter Zakaria, ruhig, bestens organisiert und immer für einen Scherz zu haben, bereitete uns beim Abendessen mit viel Charme auf die kommenden Tage vor. In unserer bunt gemischten Gruppe war sofort eine angenehme Stimmung – offen, interessiert, voller Vorfreude.

Am nächsten Morgen überquerten wir den Hohen Atlas. Während hinter den Fenstern karge Felsen, sattgrüne Täler und schneebedeckte Gipfel vorbeizogen, vergingen die Stunden auf unserer Fahrt wie im Flug. In Ait Benhaddou, einem historischen Wehrdorf aus Lehm und Sandstein, spazierten wir durch die engen Gassen, in denen schon unzählige Filmcrews gearbeitet hatten. Ein leckeres Mittagessen in einem kleinen, etwas versteckten Restaurant bot eine erholsame Pause. Die Weiterfahrt durch den Antiatlas bis zum Wüstenrand ließ die abwechslungsreichen Landschaften Marokkos erahnen und machte bereits neugierig auf den zweiten Teil unserer Reise.

Nach einer Übernachtung in einem einfachen Gästehaus begann der Wüstenabschnitt. In Jeeps suchten wir unseren Weg über das berühmte Iriki-Plateau, wo der Himmel weit und das Land grenzenlos wirkt. Es hatte kurz vorher geregnet – eine Seltenheit in dieser Gegend. Anstelle einer staubigen weiten Ebene erwarteten uns weitläufige Wasserflächen und unberechenbarer Grund. Aber unsere Fahrer hatten als echte Profis alles im Griff und niemand fuhr sich fest. Als sich am Horizont die ersten Dünen abzeichneten, war klar: Jetzt beginnt das echte Abenteuer.

Unser Camp mitten im Nichts bestand aus weißen Zelten, einem Kochzelt und unseren Trekkingzelten – schlicht, aber idyllisch. Ab hier bestimmten Stille, Sonne und Sand das Tempo. Mal ritten wir auf Dromedaren, mal wanderten wir über feste Sandflächen oder durch und über die Dünen. Unser Koch Ahmed überraschte uns täglich mit frisch zubereiteten Speisen – vielfältige Zutaten, voller Geschmack. Definitiv keine Tour zum Abnehmen! Und wer satt gegessen hatte, fand unter der Sonne schnell den Weg in den Mittagsschlaf.

Nach einem Wandertag ein herzlicher Empfang im Lager mit Minztee & Keksen. Alleine, zu Zweit oder in kleinen Grüppchen genossen wir in der Zeit vor dem Sonnenuntergang die Abendstimmung in den unterschiedlichsten Dünenlandschaften und schauten dann zu wie die Sonne am Horizont verschwand. Abends nach unserem 3-Gänge-Menue gab es oft ein Lagerfeuer und bei Gesang & Trommeln erschienen immer mehr Sterne am Himmel. Je nach individuellem Gusto (…und Schlafsackdicke) wurde in den Zelten oder auch mal draußen übernachtet.

Nach mehreren Tagen in der Weite der Wüste folgte eine wohltuende und reinigende Pause: In Nkob besuchten wir ein traditionelles Hammam. Mitten im Lachen und Planschen wurde aus der Waschzeremonie ein unvergesslich lustiger Nachmittag – und alle fühlten sich wie neugeboren.

Frisch und ausgeruht ging es weiter Richtung Antiatlas. Nun standen sechs Trekkingtage bevor, quer durch das Sarrho-Gebirge. Mit den Maultieren und unserer neu formierten Begleitmannschaft wanderten wir auf alten Pfaden. Zwischen rosafarbenen Felsen, blühendem Oleander und klaren Bächen fühlte sich jeder Tag anders an. Der Aufstieg auf den Kouaoch, 2500 Meter hoch, belohnte uns mit einem Panorama von der Sahara bis zum schneebedeckten Atlas – ein Anblick, der Gänsehaut machte.

Nach und nach wurde die Landschaft milder, Felder tauchten auf, Wacholderbäume säumten die Hänge. Unsere letzte Nacht verbrachten wir in einer kleinen Gite d’etappe, mit einem leckeren Abschlussessen und viel Dankbarkeit & Umarmungen für unsere Begleitmannschaft.

Am frühen Morgen verabschiedeten sich unsere Begleiter auf ihren Maultieren – ein bewegender Moment, der uns allen in Erinnerung blieb.

Zurück in Marrakesch standen wir wieder mitten im Leben: das bunte Chaos der Souks, der Duft von Leder, Kräutern und Tee, das Rufen der Händler. Bei einer abschließenden Stadtführung sahen wir die Pracht alter Paläste und Gärten – ein letztes Stück Magie, bevor es heimwärts ging.

So endete eine Reise voller Kontraste – von Trubel zu Stille, von Sand zu Bergen, von Fremdheit zu Vertrautheit. Wer dabei war, weiß: Marokko bleibt.

…und 2027 geht es weiter – bist du dabei ?

Bei Interesse an den Touren für 2027 gerne melden bei Sonja: azul2015@web.de